Behindertenausweis

Der Schwerbehindertenausweis dient dazu, um sich z.B. gegenüber von Behörden als schwerbehinderter Mensch auszuweisen. Auch wenn diese „amtliche“ Bestätigung der Schwerbehinderung des eigenen Kindes im ersten Moment zu Traurigkeit führt, bietet der Schwerbehindertenausweis doch eine Reihe von Nachteilsausgleichen. Je nachdem welcher Grad und welche Merkzeichen eingetragen wurden, variieren diese:

  • Steuerermäßigungen
  • unentgeltliche Beförderung z.B. im Nahverkehr
  • besonderen Kündigungsschutz
  • Rabatte beim Autokauf
  • kostenloser/vergünstigter Eintritt z.B. in Schwimmbäder

Die rechtliche Grundlage findet man in der Schwerbehindertenausweisverordnung (SchwbAwV):

www.gesetze-im-internet.de/schwbawv/index.html

Die Beantragung erfolgt beim zuständigen Versorgungsamt (zu finden unter http://www.versorgungsaemter.de/ ). Der Antrag wird hierbei mit Hilfe eines Antragsformular gestellt, den man entweder online findet oder über das Versorgungsamt zugeschickt bekommt.

Bei der Beantragung ist es sinnvoll, dass man dem Versorgungsamt alle vorhandenen Arztberichte und Befunde zu kommen lässt, die die Krankheit des Kindes belegen. Nur so ist es dem Amt möglich die Situation genau zu beurteilen und eine Einstufung vorzunehmen.

Neben den Grad der Behinderung, können auch verschiedene Merkzeichen beantragt werden. Diese Merkzeichen ermöglichen dann unter anderem Dinge wie einen Schwerbehinderten-Parkausweis oder die unentgeltliche Beförderung. Einen Überblick über die Merkzeichen finden sie in der Schwerbehindertenausweisverordnung.

Wird ein Antrag abgelehnt oder nicht wie beantragt genehmigt, besteht natürlich die Möglichkeit eines Einspruchs gegen die Entscheidung.